Initiative für eine kommunale Bildungskoordination in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Kinder und Erwachsene brauchen für die Entwicklung und Nutzung ihrer Fähigkeiten gute Bildungs- und Teilhabechancen. Diese entstehen dort, wo Bildungseinrichtungen, Land, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Dafür braucht es die flächendeckende Etablierung kommunaler Bildungskoordination. Sie bietet die Chance, die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Bildungssystems in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu stärken.
Lesen Sie unsere Initiativpapiere für Rheinland-Pfalz und das Saarland!
Wachsende Herausforderungen im Bildungssystem
Aktuelle Bildungsstudien zeigen eine deutliche Zuspitzung zentraler Problemlagen im deutschen Bildungssystem – etwa sinkende Basiskompetenzen bei Schülerinnen und Schülern sowie wachsende Bildungsungleichheiten. Gleichzeitig werden die Bildungsherausforderungen komplexer: Sie sind vielschichtig, lokal unterschiedlich ausgeprägt und betreffen die gesamte Bildungskette.
Ohne abgestimmte und koordinierte Maßnahmen lassen sich diese Herausforderungen nicht mehr bewältigen.
Gemeinsam wirksam werden
Gute Bildungschancen entstehen dort, wo verschiedene Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihr Handeln aufeinander abstimmen. Viele aktuelle Programme – etwa die Familiengrundschulzentren in Rheinland-Pfalz, die Transferinitiative des BMBFSFJ oder das Startchancen-Programm – setzen genau hier an: Sie basieren auf der Zusammenarbeit über verschiedene Rechtskreise hinweg und erfordern eine enge Kooperation innerhalb kommunaler Verwaltungen.
Für eine erfolgreiche Bildungskoordination braucht es auch weiterhin ein strategisches, systemübergreifendes Vorgehen.
Darum sind Kommunen Schlüsselakteure – und darum brauchen sie unsere Unterstützung!
Kommunen sind die zentrale Schnittstelle zwischen Bildungsinstitutionen und der Lebenswelt der Lernenden – Kindern wie Erwachsenen. Damit Kooperationen dauerhaft wirksam werden, braucht es eine verlässliche kommunale Koordinierung. Diese muss Programme und Maßnahmen strategisch verzahnen und damit für eine zielgerichtete Umsetzung sorgen.
In der Praxis stehen dem jedoch häufig begrenzte kommunale Haushaltsmittel entgegen. Der notwendige Aufbau personeller Strukturen für die Bildungskoordination gelingt vielerorts nicht aus eigener Kraft. Selbst zentrale Bundesförderprogramme wie „Bildungskommunen“ oder „Ganztag in Bildungskommunen“ können oft nicht genutzt werden, weil die erforderlichen Eigenanteile fehlen. Gleichzeitig binden andere drängende Aufgaben die vorhandenen Ressourcen.
Umso wichtiger ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, damit tragfähige Koordinationsstrukturen entstehen können – gerade dort, wo sie besonders dringend benötigt werden.
Wir laden Land, Kommunen, Träger und Zivilgesellschaft dazu ein, die Kräfte zu bündeln und sich gemeinsam für den Aufbau von kommunalen Koordinierungsstrukturen in Rheinland-Pfalz einzusetzen. Dafür braucht es finanzielle Hilfe, das Engagement der Kommunen und die Unterstützung der Zivilgesellschaft.
Ziel ist die flächendeckende Etablierung kommunaler Bildungskoordination, die wirksam auf die Bildungsziele der Kommunen und des Landes Rheinland-Pfalz einzahlt.
Denn gute Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für die Zukunft unserer Gesellschaft.
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