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KommunalforumPlus in Koblenz: Jubiläum trifft Praxis
Trier/Koblenz, Mai 2025 – Was hat sich bewegt in den letzten zehn Jahren in den kommunalen Bildungslandschaften? Wie sehen starke Praxisbeispiele aus und welche Highlights wählen die Fachkräfte? Das KommunalforumPlus gab spannende Antworten auf die Fragen und feierte zugleich zehn Jahre engagierte Unterstützung für kommunale Bildungslandschaften.
Mit einem (natürlich alkoholfreien) Cocktail in der Hand stellten die Teilnehmenden gemeinsam mit Berater:innen der Regionalagentur in einem Schaubild dar, wie bunt die kommunalen Bildungslandschaften in Rheinland-Pfalz und dem Saarland in dieser Zeit geworden sind. Kreativität war nicht nur in der Entwicklung der Bildungslandschaften gefragt, sondern auch bei der Auswahl der Gegenstände und Bilder für das Schaubild:
- Ein Geschirrtuch diente als Symbol für das Klinkenputzen: Das Bildungsbüro Koblenz verdeutlichte damit, wie wichtig und aufwendig es ist, sich zu Beginn in der Kommune bekannt zu machen und Vertrauen zu gewinnen. Eine Aufgabe, die niemals endet!
- Ein Schach-Bild aus dem Landkreis Alzey-Worms verdeutlichte, dass im Bildungsbereich eine geschickte Taktik erforderlich ist – sowohl in der Praxis als auch in der Politik.
- Ein Zeitungsartikel war das Symbol für Relevanz von Öffentlichkeitsarbeit. Sie muss früh mitgedacht werden, damit angestoßene Entwicklungen verstetigt werden können.
- Ein voller Aktenordner veranschaulichte die Vielfalt der Bildungsorte und Akteure im kommunalen Bildungsnetzwerk St. Wendeler Land. Dieses Netzwerk bringt seit vielen Jahren außerschulische Bildungsorte und Schulen zusammen. Das soll das Lebensumfeld der Kinder stärker in die praktische Bildungsarbeit einbeziehen und die Verbundenheit junger Menschen mit ihrer Heimatregion stärken.
- Ein Boot war das Symbol für die entstehende Verantwortungsgemeinschaft im Landkreis Alzey-Worms.
Am Ende machte das Schaubild deutlich: Der Samen des kommunalen Bildungsmanagements, der vor 10 Jahren gesät wurde, ist auf gegangen.
Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden einen tieferen Einblick in die Arbeit des Bildungsbüros Koblenz. Zehn Personen arbeiten inzwischen im Bildungsbüro. Es vereint Programme wie Bildungskommunen, Demokratie leben, Startchancen, Erasmus+, Familiengrundschulzentrum und MINTRegion.
Gemeinsam konnten die Teilnehmenden den Action Bound „Demokratieorte in Koblenz neu Erleben“ ausprobieren – eine Art digitale Schnitzeljagd. Mit Hilfe von Rätseln und Aufgaben an Orten in der Altstadt von Koblenz erhalten Jugendliche Einblicke in demokratische Prozesse oder historische Ereignisse.
Anschließend berichteten die Mitarbeitenden des Bildungsbüros aus ihrer Arbeit:
- Besonderen Eindruck bei den Teilnehmenden machte das Bildungsmonitoring der Stadt. Als Mitarbeiter der abgeschotteten Statistikstelle versorgt Bildungsmonitorer Carsten Dohms die Stadtverwaltung mit Daten, die für die Arbeit gebraucht werden - und in der Form, die am hilfreichsten ist.
- Im Pilot-Projekt FamOS des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz werden Schulen zu sogenannten Familiengrundschulzentren ausgebaut. Dadurch sollen Bildungschancen verbessert werden. Ein Beispiel aus der Arbeit von FamOS ist der Waldtag, an dem Stadtkinder gemeinsam mit ihren Eltern viel Neues entdecken können.
- Die Bildungskoordination ist neben dem Projekt Erasmus+ auch für Feriensprachkurse und den Pool aus 43 ehrenamtlichen Laiendolmetscher:innen zuständig. Sie unterstützen in Elterngesprächen oder bei Versetzungs- und Prüfungsentscheidungen.
Die Vielfalt der Themen zeigt eindrucksvoll, wie breit das Bildungsmanagement in Koblenz aufgestellt ist.
Ein herzliches Dankeschön an das Team des Bildungsbüros Koblenz für die Gastfreundschaft und die offenen Einblicke. Das KommunalforumPlus hat deutlich gemacht, wie sehr kommunales Bildungsmanagement von kollegialem Austausch, Praxisnähe und gemeinsamem Lernen lebt.
Benjamin Koltermann
Teamleitung Kommunikation und Veranstaltungen