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Pressemitteilung |

Wie der Druck zur Fachkräftesicherung kommunale Bildungslandschaften verändert.

Trier. Der Fachkräftemangel macht erfinderisch. Doch nicht nur Unternehmen werden kreativ, um Fachkräfte anzuwerben, auch Kommunen lassen sich einiges einfallen, damit Unternehmen langfristig ihren Fachkräftebedarf decken können. Wo Kommunen im Bildungsbereich ansetzen können, um die Fachkräftesicherung vor Ort zu unterstützen, erfuhren die Teilnehmenden einer Tagung der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland in Trier.

Der Fachkräftemangel als Glücksfall? Mit dieser provozierenden These stieg Unternehmer und Berater Stefan Dietz in seine Keynote ein. „Der Fachkräftemangel hilft Unternehmen und Kommunen, althergebrachte Wege zu verlassen und in Kooperation mit anderen neue Wege zu gehen. Darin liegt die Kraft dieser Herausforderung“, so Stefan Dietz. „Heute müssen Firmen Menschen etwas bieten, damit sie an Bord bleiben oder überhaupt erst an Bord kommen. Wer sich darauf einlässt, kann vom Wandel des Arbeitsmarktes gewinnen. Wer so weitermacht wie bisher, verliert“, ergänzt Dietz.

Gleiches gilt auch für Kommunen. Vor allem ländliche Regionen müssen durch gute Bildungsangebote für Arbeitnehmer attraktiv werden, müssen Jugendliche effektiv bei der Berufsorientierung unterstützen und in der Region halten. Dafür müssen sie mit Partnern vor Ort zusammenarbeiten, so Dr. Katja Wolf, Leiterin der Transferagentur. „Bildung wird als Vehikel für die Sicherung des Fachkräftebedarfs noch nicht genug gesehen, da die Effekte erst mittel- bis langfristig eintreten. Dabei gibt es eine große Palette an Maßnahmen, mit denen die Fachkräftesicherung unterstützt werden kann – von der Stärkung der MINT-Angebote über eine ausreichende Betreuungsstruktur, über eine gute Berufs- und Studienorientierung bis hin zu Sprach- und Integrationsangeboten für zugewanderte Fachkräfte“, so Wolf weiter.

Der Landkreis Saarlouis bringt mit dem Praktikums- und Ausbildungsportal Trainion Schüler:innen und Unternehmen zusammen. Das soll Kosten und Ausbildungsabbrüche reduzieren und junge Menschen in der Region halten, erklärt Kirsten Cortez, Bildungsmanagerin des Landkreises. „Schüler:innen brauchen Orientierung für eine gute Berufswahl. Mit unserem Portal Trainion holen wir die Jugendlichen da ab, wo sie gerade stehen, und bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu Unternehmen. Das kommt bei Jugendlichen und Unternehmen gut an,“ ergänzt Katharina Lauer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Auf eine zielgruppengerechte Ansprache setzt auch der Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück e. V. indem er eine Ausbildungsfibel mit einer Social Media Kampagne verknüpft. „Wir wollen junge Menschen im Kreis halten und zeigen umfassend, welche Berufe man bei uns erlernen und ausüben kann. Denn oft ist den Jugendlichen gar nicht klar, welche Perspektiven sie auch im ländlichen Raum haben“, erklärt Geschäftsführer Achim Kistner. „Wir wollen aber auch Fachkräfte wieder in den Kreis zurückholen und unterstützen Zuzügler in allen Fragen, wie Jobwechsel, beruflichen Neuorientierung und Wohnungssuche.


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Kontakt

Regionalagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland

Domfreihof 1a | 54290 Trier

fon 0651 · 46 27 84 · 0
fax 0651 · 46 27 84 · 99

info@reab-rlp-sl.de
www.reab-rheinland-pfalz-saarland.de

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