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Ganztag

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung kommt

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter tritt ab dem 1. August 2026 stufenweise in Kraft. Ab Schuleintritt haben Erstklässler ein Anrecht auf acht Stunden Förderung pro Tag. Es sind Schließzeiten von maximal vier Wochen im Jahr vorgesehen.

Für das Angebot eines bedarfsgerechten und ganzheitlichen Ganztagsangebotes ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure wie Schulträger, Jugendhilfeträger, Schulen, Vereine, kommunale Einrichtungen und Eltern vor Ort unabdingbar. Damit dies gelingt, ist eine gute Koordination dieser vielen Akteure notwendig. Nur so können Ressourcen optimal genutzt, Synergien geschaffen und die Qualität der Bildungsangebote stetig verbessert werden.

Zum Thema

Kommunales Bildungsmanagement kann Kommunen unterstützen

Die Koordination des Ganztagsausbaus stellt für viele Kommunen aufgrund der Vielzahl der beteiligten Institutionen eine große Herausforderung dar. Das kommunale Bildungsmanagement kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten, indem es die Koordination und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren fördert. Durch die Implementierung eines strukturierten Bildungsmanagements können Kommunen sicherstellen, dass Bildungsangebote effizient und bedarfsgerecht gestaltet werden. Dies kann neben der Koordination des Austauschs der betroffenen Akteure auch die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten umfassen, die sowohl die schulische als auch die außerschulische Bildung einbeziehen.

Ein gut organisiertes Bildungsmanagement ermöglicht es, Ressourcen optimal zu nutzen und Synergien zwischen Schulen, Vereinen und anderen Bildungsträgern zu schaffen. Zudem trägt es zur Qualitätssicherung und kontinuierlichen Verbesserung der Bildungsangebote bei. Durch regelmäßige Evaluationen und Feedback-Schleifen können Schwachstellen identifiziert und Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden. Insgesamt stärkt das kommunale Bildungsmanagement die Bildungslandschaft.

Zum Thema

Förderrichtlinie „Ganztag in Bildungskommunen – Kommunale Koordination für Ganztagsbildung“

Mit der Förderung von Personalstellen für die kommunale Koordination im Ganztag bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Unterstützung für die anstehenden Aufgaben – beispielsweise bei der Ermittlung der spezifischen Bedarfe für den Ausbau des Ganztags, oder bei der Unterstützung von Kooperationen im Sozialraum durch die Einbindung von dritten Lernorten, Bildungsakteuren und Vereinen.

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Die Top-Themen zum Ganztagsausbau

Zusammenarbeit braucht Koordination

Ein partizipatives Vorgehen der vielen am Ganztag Beteiligten, wie z.B. der Schulgemeinschaften, der kommunalen, aber auch der außerschulischen Akteure, besonders hilfreich, um Ganztagsangebote gut auf den Bedarf vor Ort abzustimmen. Damit diese Zusammenarbeit eng und erfolgreich verläuft, ist eine gut aufgestellte Koordination hilfreich.

Die Koordination kann Transparenz über die unterschiedlichen bereits vorhandenen Ganztagsangebote vor Ort herstellen und so Angebotslücken und weitere Koordinierungsbedarfe sichtbar machen. Auch baut sie tragfähige Strukturen auf, in die weitere zivilgesellschaftliche Bildungsakteure aktiv eingebunden werden können. Zudem ist sie für eine gelungene Kommunikation der Partner und Beteiligten untereinander, aber auch nach außen, unabdingbar.

Zum Thema

Im Rahmen des Projektes „Wissenschaftsgeleiteter Qualitätsdialog zum Ganztag“ hält Handreichung die Diskussionsergebnisse der Dialogforen zum Thema Steuerung des Ganztags als gemeinsam erarbeitetes Handlungswissen fest und bietet eine Orientierungshilfe.

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Wie gelingt ein qualitativ hochwertiger und lernwirksamer Ganztag? Wie bildet sich ein multiprofessionelles Team, das gut kooperiert? Mit diesem Magazin stellt die Wübben Stiftung Bildung das fachlich geschulte Personal im Ganztag und dessen Zusammenarbeit mit Lehrkräften und weiteren Berufs- und Personengruppen in den Fokus.

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Welche Ziele verfolgt die Entwicklung eines Rahmenkonzeptes? Und welche Akteure und Akteurinnen gestalten die Weiterentwicklung aktuell mit? Im Interview sprach die Transferagentur Niedersachsen mit Lena Viohl (Projektleiterin „Rahmenkonzept Ganztagsgrundschulen“ im Geschäftsbereich Schule der Stadt Wolfsburg) über den Entwicklungsprozess des neuen Rahmenkonzeptes für Ganztagsgrundschulen der Stadt Wolfsburg.

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Kooperation ist für ganztägige Betreuung zentral

Die Gestaltung eines erfolgreichen und vielfältigen Ganztags liegt nicht nur in den Händen von Schule und Schulträger. Vielmehr können und müssen viele weitere Akteure dazu beitragen. Seien es die Jugendhilfe, weitere Träger vor Ort oder die vielen außerschulischen Akteure und externen Partner wie Sportvereine, Musikschulen oder kulturellen Einrichtungen. Geht man die Zusammenarbeit geschickt an, vergrößert diese das Angebot im Ganztag und schafft Synergien in der gemeinsamen Arbeit.

Dauerhafte und gelungene Kooperationen den Weg zu bringen, sie erfolgreich zu machen und nachhaltig zu etablieren, ist allerdings aufwendig – sowohl für die Schulen als auch für die zivilgesellschaftlichen Akteure selbst.

Gibt es ein kommunales Bildungsmanagement vor Ort, kann es die Akteure bei der Zusammenarbeit unterstützen und als Drehscheibe der Akteure im Ganztag fungieren: Schulen mit externen Partnern zusammenbringen, Austausch und Netzwerke professionalisieren und Kooperationen strukturell festigen.

Zum Thema

Die Arbeitshilfe „Sportverein & Ganztagsschule“ des Landessportbundes RLP und des Bildungsministeriums RLP informiert über Vereine im schulischen Alltag. Mit vielen Informationen über gelingende Kooperationen und anderen praxisnahen Tipps soll die Broschüre eine Hilfestellung für Vereinsmitarbeitende sein.

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Die Volkshochschulen können für die formalen Bildungsinstitutionen viel mehr leisten, als sie es im Moment tun – sofern sie aktiv in die Gestaltung der Bildungslandschaft einbezogen werden. Wie genau, das lesen Sie hier.

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Der Ganztag braucht Fachkräfte

Fachkräfte spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau des Ganztagsangebotes an Grundschulen. Sie sind verantwortlich für die Planung und Durchführung von Bildungs- und Betreuungsangeboten, die individuelle Förderung der Schüler:innen und die Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Akteuren. Ihre Aufgaben umfassen nicht nur das Unterrichten, sondern auch die Erziehung und die Gestaltung der Schule als Lebensort. Der steigende Bedarf an Ganztagsplätzen erfordert mehr qualifiziertes Personal, was den bereits bestehenden Fachkräftemangel noch verstärkt. Einige Kommunen reagieren auf den Fachkräftemangel mit eigenen Qualifizierungsangeboten und Konzepten. Das kommunale Bildungsmanagement kann hier Bedarfe ermitteln und Prozesse steuern. 

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Die VHS Bad Segeberg hat einen Zertifikatskurs entwickelt, der sich ausschließlich an pädagogisch Mitarbeitende ohne pädagogische Ausbildung im Ganztag richtet. So unterstützt die VHS dabei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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Die AG "Gesamtstrategie Fachkräfte" hat für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften formuliert: Berufliche Orientierung, attraktive Aus- und Weiterbildung, Potenzial zusätzlicher Gruppe sowie Arbeits- und Rahmenbedingungen werden formuliert.

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Trotz des absehbar umfangreichen Personalmangels beschränken sich aktuelle Bestandsaufnahmen überwiegend auf die quantitativen Faktoren des Personalbedarfs in der Ganztagsförderung. Die Arbeitsbedingungen, die wiederum sowohl für die Personalgewinnung als auch für die Vermeidung dysfunktionaler Personalfluktuation bedeutsam sind, finden erst seit den letzten Jahren allmählich Beachtung. Vor diesem Hintergrund sucht dieser Report Antworten auf die folgenden Fragen: Wie zufrieden sind Mitarbeiter*innen mit ihrer Beschäftigungssituation im Ganztag? Von welchen Faktoren wird die Zufriedenheit beeinflusst?

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Ganztägige Betreuung braucht Räume

Die Gestaltung von Räumen beeinflussen maßgeblich, ob sich Kinder und Lehrkräfte dort wohlfühlen und eine lernförderliche Umgebung entsteht. Räume müssen flexibel und multifunktional gestaltet sein, um Lern- und Entspannungs-, Spiel- und Ruhephasen am Vor- als auch im Nachmittag als auch eine Vielzahl von Aktivitäten und Lernformen zu ermöglichen.  Im ersten Schritt entscheidet das pädagogische Konzept jeder Schule selbst darüber, welche konkreten Anforderungen an die (vorhandenen) Räume gestellt werden.

Bevor es dann zu Umbauten oder Neubau kommt, steht im besten Fall die Beteiligung der Schulgemeinschaft in der Planungsphase 0 an. Hier setzen sich Schulträger und Schulgemeinschaft zusammen und klären welche räumlichen Veränderungen das pädagogische Konzept am besten widerspiegeln. Im Prozess der Phase 0 kann das kommunale Bildungsmanagement eine wertvolle koordinierende und vermittelnde Rolle einnehmen.

Zum Thema

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft stellt mit ihrem Handlungsfeld eine pädagogische Architektur in den Fokus. Wie müssen heute leistungsfähige Schulbauten aussehen? Wie kommen wir auch mit Bestandsbauten dahin?

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Publikationen zu verschiedenen Projekten

Das Stadtschulamt Frankfurt am Main hat die Raumbox entwickelt. Dieses Konzept unterstützt Schulen dabei, für ihre Bestandsräume ein neues funktionales Raumkonzept zu entwickeln.

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Welche Raumgestaltung braucht eine zeitgemäße Pädagogik in Schulen? Und was fördert Wohlbefinden? Dieses Buch schaut über die Landesgrenzen und macht gute Ideen auch aus Deutschland sichtbar. So gelingt Lernen besser.

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Worauf es ankommt: Qualität

Die Qualität des Angebots im Ganztagsbereich entscheidet mit darüber, wie stark das Ganztagsangebot von den Eltern in Anspruch genommen wird und welche Wirkung es für die Kinder entfalten kann. Neben entsprechend qualifizierten Fachkräften, die die Gestaltung der Angebote planen, kann auch das kommunale Bildungsmanagement von außen die Qualitätsentwicklung im Ganztag unterstützen. Dies gelingt durch den Aufbau von Qualitätszirkeln, der Initiierung eines kontinuierlichen Austausches über Qualität mit allen beteiligten Akteuren oder über die Durchführung von Evaluationen bei den verschiedenen Zielgruppen. Darüber hinaus bereitet Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring wichtige kommunale Bildungsdaten auf, mit denen die Angebote und ihre Wirkweise bewertet werden können.

Zum Thema

Ein guter Ganztag hängt neben anderen Faktoren maßgeblich von der pädagogischen Qualität ab. Auch die Kultusministerkonferenz hat dazu 12 Empfehlungen erarbeitet.

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Die Autoren gehen der Frage nach, was qualitätsvollen Ganztag auf den unterschiedlichen Ebenen des Schul- und Jugendhilfesystems ausmacht. Unter Berücksichtigung der Angebotsvielfalt werden Ziele, Forschungsbefunde und bereits vorhandene Qualitätskonzepte vorgestellt und darauf aufbauend Schlussfolgerungen für die Qualitätsentwicklung im Ganztag formuliert.

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Im Rahmen des Projektes „Wissenschaftsgeleiteter Qualitätsdialog zum Ganztag“ hält Handreichung die Diskussionsergebnisse der Dialogforen zum Thema Ganztagskonzept als gemeinsam erarbeitetes Handlungswissen fest und bietet eine Orientierungshilfe.

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Öffnung in den Sozialraum

In einer sozialräumlichen Betrachtung stellen Schulen oftmals wichtige Knotenpunkte dar. Sie prägen mit ihrem Angebot und Engagement über die Schule hinaus den Sozialraum, in dem sie angesiedelt sind. Umgekehrt werden die Schulen aber auch durch den sie umgebenden Sozialraum, dessen Herausforderungen sowie Chancen geprägt.

So kann gerade ein Ganztagsangebot verschiedene Bildungs- und Betreuungsangebote des Sozialraums integrieren: sportliche Aktivitäten, künstlerische Workshops, Nachhilfe oder auch soziale Projekte u.v.m. . Lokale Vereine, kulturelle Einrichtungen und soziale Dienste können im Ganztag Kooperationspartner sein und bieten den Kindern ein vielfältiges und ganzheitliches Bildungsangebot aus ihrem Sozialraum. Ein Vorteil: die Kinder und, im Falle von Familiengrundschulzentren, auch ihre Eltern und Familien sind gut an ihre Umgebung angebunden mit der Schule als Zentrum.

Doch damit eine enge Vernetzung und Abstimmung der Akteure gelingt, muss deren Zusammenarbeit organisiert werden. Insbesondere dann, wenn verschiedene Ganztagsangebote mit denselben Akteuren des Sozialraums zusammenarbeite möchten. Auch hier kann das kommunale Bildungsmanagement koordinierend wirken und Räume für die Kooperation schaffen.

Zum Thema

Die Betrachtung des Sozialraums um eine Ganztagsschule herum erweitert das individuelle Bild einer Schule und ihrer Einbettung. In diesem Interview klärt Prof. Deinet darüber auf, wie Kinder diesen ihren Sozialraum selbst erleben.

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Eine qualitätsorientierte Angebotsgestaltung im Ganztag sieht eine konsequente Öffnung der Schulen in den Sozialraum vor. Im Workshop „Den Ganztag im Sozialraum vermessen“ auf der Bundeskonferenz 2024 wurden erste Ansätze zur inhaltlichen, organisatorischen und methodischen Umsetzung von Befragungen an Schulen zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern diskutiert.

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In unserer Infothek finden Sie viele Infos und Anregungen für Ihre Projekte zum Thema Ganztag.

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