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Tagung zum Aufbau von MINT-Netzwerken in Kommunen
Mainz. Die Landesregierung will Rheinland-Pfalz zum MINT-Land machen. Dafür braucht es regionale und kommunale Netzwerke, in denen Bildungsangebote aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aufeinander abgestimmt werden. Wie das gelingen kann, erfuhren die Teilnehmenden der Tagung „MINT-Bildung in Kommunen – Netzwerke und Förderung“, die von der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz - Saarland am 7. Mai 2018 in Mainz organisiert wurde.
„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Bereiche, in denen Fachkräfte gesucht werden und Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Das wollen wir ändern“, betonte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig bei der Eröffnung der Tagung. „In Rheinland-Pfalz passiert vor Ort schon sehr viel in Sachen MINT-Förderung“, so die Ministerin weiter. „Mit der MINT-Initiative des Bildungsministeriums wollen wir diese Maßnahmen und Projekte stärker miteinander vernetzen und aufeinander abstimmen. Deshalb startet in diesem Jahr auch der MINT-Regionen-Förderwettbewerb. Dazu haben wir – gemeinsam mit den Ministerien für Wissenschaft und Wirtschaft – die MINT-Geschäftsstelle ins Leben gerufen. Ziel ist, MINT-Regionen zu etablieren und sie strategisch und finanziell bei ihrer MINT-Förderung zu unterstützen.“
Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung erläuterte, warum MINT-Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Landes so wichtig ist. „Gute MINT-Kompetenzen sind eine notwendige Voraussetzung, um die moderne Welt zu verstehen. Wenn es gelingt, MINT-Regionen zu schaffen, in denen bestehende Angebote genutzt und aufeinander abgestimmt sowie eventuell vorhandene Lücken geschlossen werden, werden damit enorme Potenziale für erfolgreiche MINT-Bildung gehoben.“
Wie MINT-Netzwerke in der Praxis funktionieren, diskutierten die Teilnehmenden in vier Fachforen mit Expertinnen und Experten aus Kommunalverwaltungen. Dabei ging es um die Einbindung von Unternehmen und Hochschulen, die Finanzierung und Förderung von Netzwerken sowie um die Zusammenarbeit mit einem kommunalen Bildungsmanagement. MINT-Netzwerke brauchen vor allem eine feste Struktur, damit sie dauerhaft aktiv bleiben, das wurde in den Foren klar. „Ohne einen „Kümmerer“, der Treffen organisiert und die Arbeit der Bildungsakteure im Netzwerk koordiniert, geht es nicht. Durch eine Anbindung an ein kommunales Bildungsmanagement können dessen Strukturen genutzt werden – vor allem die in der Verwaltung angesiedelte Koordinierungsstelle“, erläuterte Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur. „Daher unterstützen wir das Land mit unserer Expertise und arbeiten künftig eng mit der neu geschaffenen MINT-Geschäftsstelle zusammen, um die MINT-Bildung im Land zu stärken“, so Weigel weiter.