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Chancengerechtigkeit in der Bildung stärken
Bingen. Benachteiligungen in der Bildungsteilhabe zeigen ihre Auswirkungen zuvorderst auf kommunaler Ebene. Daher ist es eine wichtige Herausforderung für Kommunen, Chancengerechtigkeit und Bildungsbeteiligung vor Ort zu erhöhen. Gemeinsam mit der Transferagentur Rheinland-Pfalz Saarland arbeitet bereits die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland daran, Bildung aktiv zu gestalten und Bildungsinstitutionen miteinander zu vernetzen.
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig betonte anlässlich der Jahrestagung Kommunales Bildungsmanagement: „Gerechte Bildungschancen sind unerlässlich für eine demokratische Gesellschaft – und Chancengerechtigkeit erreicht man nur in einer Bildungspartnerschaft. Die Transferagentur ist dabei eine ganz wichtige Partnerin. Seit fast zwei Jahren unterstützt sie Kommunen, öffentliche und freie Träger sowie die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen bei der Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften und leistet damit einen entscheidenden Beitrag für mehr Bildungschancen.“
Bei der Jahrestagung Kommunales Bildungsmanagement der Transferagentur Rheinland-Pfalz Saarland diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der Landkreise und kreisfreien Städte zwei Tage lang, welche Gestaltungsmöglichkeiten die Kommunen haben, um allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen. Die Themen reichen dabei von der frühkindlichen Bildung über den Übergang Schule-Beruf bis zur Integration von Flüchtlingen.
Unter den Teilnehmenden sind auch zahlreiche sogenannte Bildungskoordinatoren. Um sie bei der Integration von Flüchtlingen zu unterstützen, finanziert das Bundesbildungsministerium in Städten und Landkreisen Koordinatoren und Koordinatorinnen der Bildungsangebote für Neuzugewanderte. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben über 80 Prozent der antragsberechtigen Kreise und Städte diese Förderung beantragt.
Die Transferagentur unterstützt die Kommunen dabei, Koordinierungsstrukturen aufzubauen, um das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure zu organisieren, so die Leiterin der Transferagentur Dr. Katja Wolf. „Wichtig ist, beim Thema Bildung immer alle Menschen im Blick zu behalten und das Thema auch nicht auf Schulbildung zu reduzieren. Menschen lernen in all ihren Lebenswelten. Dazu gehören die vorschulische Bildung in der Kindertagesstätte und die Nachmittagsbetreuung im Jugendclub ebenso wie die non-formale Bildung im Sportverein. Alle Anstrengungen auf kommunaler Ebene müssen daher zu einem zusammenhängenden Gesamtsystem weiterentwickelt werden.“
Durch die kürzlich angekündigte Verlängerung der Transferinitiative Kommunale Bildungsmanagement um weitere fünf Jahre stehen die Transferagenturen den Kommunen auch weiterhin als Partner bei der Weiterentwicklung ihrer kommunalen Bildungslandschaften zur Seite.