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Teil 3: Datenquellen und Bildungsberichte

Datenquellen

In der Aufbauphase eines Bildungsmonitorings ist es sinnvoll auf frei zugängliche Daten zurückzugreifen, um schnell für die eigene Legitimation und Prozessaufbau einen kleinen Bildungsbericht präsentieren zu können, der zeigt, welchen Mehrwert ein kommunales Bildungsmonitoring leisten kann.

Nur weil bestimmte Daten prinzipiell frei und leicht zugänglich sind, dürfen Sie nicht dem Trugschluss aufsitzen, dass diese Daten bekannt oder uninteressant sind. Es ist weder für die Kommunalpolitik noch die Fachöffentlichkeit selbstverständlich, solche Daten gut visualisiert und in einem verständlichen Kontext (z. B. Vergleiche zu Vorjahren oder zum Landesdurchschnitt) eingebettet präsentiert zu bekommen. Weil nicht jeder Ihrer Leser:innen ein Bildungsexperte ist, sollten sie leserfreundlich schreiben und hin und wieder wichtige Begriffe und Hintergründe zu Ihren Daten und Ihrer Bildungslandschaft erläutern.

Die Zusammenstellung dieser Daten zu einer für die Kommune relevanten Frage oder Thema ist eine gute Möglichkeit für neue Bildungsmonitorer:innen, sich ihre Sporen zu verdienen. Wir geben Ihnen einen Überblick über potentielle Datenquellen.

Datenquellen im Überblick

Infothek

In unserer Infothek finden Sie weitere Links zu nützlichen Datenquellen.

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Inspirationen für ein themenspezifisches Bildungsmonitoring

Wenn Sie ein themenspezifisches Bildungsmonitoring aufbauen, sind oft bestimmte Indikatoren gefragt, die nicht immer als Daten der amtlichen Statistik vorliegen. Dann sind oft etwas Kreativität oder auch eigene Erhebungen nötig, um dieses Thema datenbasiert abbilden und analysieren zu können. Lassen Sie sich für die Schwerpunkte des Programms „Bildungskommunen“ von diesen Materialien inspirieren!

Produkttypen der Bildungsberichterstattung

Es gibt verschiedene Produkttypen der Bildungsberichterstattung. Die wichtigsten stellen wir Ihnen kurz vor. Dabei gibt es keine besseren oder schlechteren Typen sondern diese sind abhängig von Ihrer Zielsetzung und den Bedarfen Ihrer Zielgruppe – grundsätzlich sind alle Produkttypen auch für ein themenspezifisches Bildungsmonitoring geeignet.

Der Bildungsbericht

Ein Bildungsbericht stellt die aktuelle Situation der ganzen Bildungslandschaft dar. Dieses Beispiel bildet leicht nachvollziehbar die Situation der Bildungslandschaft über die Bildungskette ab und fasst die wichtigsten, handlungsleitenden Botschaften prägnant zusammen.

Der 1. Bildungsbericht des Landkreises Saarlouis

Die thematische Analyse

Die thematische Analyse nimmt ein Handlungsfeld wie Fachkräftesicherung, Integration oder BNE ganz genau unter die Lupe – aber auch hier wieder über die gesamte Bildungskette und Bildungslandschaft hinweg. 

Thematische Analyse der Stadt Trier

Das Magazin

Manche Bildungsberichte erinnern in ihrer Aufmachung eher an ein Magazin. Neben der Bereitstellung von Daten ist es ihr Ziel, die Bildungslandschaft zu erklären und so zum Schmökern und Nachdenken über Bildung einzuladen.
 

Der Bildungsbericht des Kreis Steinfurt

Der Faktencheck

Ein Faktencheck liefert ohne Schnick-Schnack die wichtigsten harten Fakten zu Bildungslandschaft. Die farbigen Pfeile zeigen Trends und ordnen die Entwicklungen ein.
 

Der Faktencheck des Kreis Lippe

Daneben werden Ad-hoc-Anfragen z. B. aufgrund von Anfragen des Stadtrates oder zur Unterstützung von Planungs- und Entscheidungsprozessen, für Anträge oder die Mitarbeit an anderen Formen des kommunalen Berichtswesens ein wichtiger Bestandteil Ihrer Arbeit sein.

Die Bildungsdaten, die Ihnen die amtliche Statistik und die kommunalen Prozessdaten zur Verfügung stellen, betrachten vor allem formale Bildungsinstitutionen. Damit sind Ihnen Grenzen gesetzt, welche Aussagen sie über andere, vor allem informelle Bildungsbereiche, machen können. Seien sie sich dieser blinden Flecken bewusst und suchen Sie nach Wegen, dass auch über diese Bildungswege datenbasiert gesprochen und in der Folge auch gehandelt werden kann. Oft lohnen sich hier eigene kleinere Erhebungen, Umfragen oder qualitative Ansätze. Ein gutes, wenngleich umfangreiches Beispiel hierfür ist der Bildungsbericht zur Nachhaltigen Entwicklung der Stadt Freiburg im Breisgau. Lassen Sie sich von diesen Beispielen inspirieren, ohne Anspruch zu haben, sie im Inhalt oder Umfang zu kopieren.

Hier geht es zum Bildungsbericht.

Bibliothek des DKBM

In der Bibliothek des DKBM auf der offiziellen Website der Transferinitiative finden Sie eine Vielzahl von Beispielen für Bildungsberichte und thematische Analysen, die Ihnen neue Ideen für die Gestaltung ihrer Produkte geben können.

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Tipps für die Praxis

  • Leserfreundlichkeit ist genauso wichtig wie die Richtigkeit der Daten.
  • Ihr Publikum hat wenig Zeit zum Lesen und möchte wissen, welchen Nutzen Sie von den Daten haben.
  • Design und Layout entscheiden darüber, ob Ihr Bericht gelesen wird.

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